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Aufbau der Föderation
von Identitätsdiensten
für den Bildungsraum Schweiz
Digitale Identität

Erste Fragen und Antworten

Die Website zeigt den Stand des Projektes, stellt Anwendungsbeispiele vor, informiert über Pilot- und Testerfahrungen. Und sie soll zur Plattform werden für alle, die sich mit digitaler Identität im Bildungsraum beschäftigen. Wir machen den Anfang mit Fragen, die das FIDES-Team regelmässig hört. Wer stellt die nächste?
Projekt FIDES FAQ

Persönliche Daten sind im Internet exponiert. Nun soll eine Föderation die Identitätsdienste der Kantone oder einzelner Schulen miteinander verbinden. Wird dadurch das Risiko nicht grösser, statt kleiner?

Das zentrale Wort ist genau dies: Föderation. Die Idee von FIDES ist nicht, viele dezentrale Identitätsdienste durch einen zentralen zu ersetzen. Das würde tatsächlich ein Klumpenrisiko ergeben. Die Idee ist das Gegenteil: FIDES will die Voraussetzung dafür schaffen, dass die dezentrale Emission von Bildungsidentitäten auch auf lange Sicht und unabhängig von technologischen Entwicklungen möglich und gleichzeitig der Zugang zu möglichst vielen Dienstangeboten in einem heterogenen Umfeld gewährleistet ist. In diesem immer komplexer werdenden Umfeld stellt die Föderation sicher, dass die Lernenden mit einer ID von Kanton X oder Schule Y dauerhaft auch auf neue Dienste mit neuen Technologien zugreifen können. Sollte nun einer der angeschlossenen Dienste von einem Leak oder einer Cyberattacke betroffen sein, wird das Warnsystem der Föderation sofort reagieren und mit allen beteiligten Diensten sowie allenfalls den Sicherheitsbehörden die Gegenmassnahmen koordieren. Dafür sind eigene Abläufe und Schutzmechanismen vorgesehen. Ohne Föderation wäre genau eine solche gemeinsame Kriminalvorsorge in einem heterogenen, dezentralen System wie der Bildung kaum möglich.

Warum sollen sich die Kantone in einer Föderation engagieren, die den Dienstleistungsanbietern den gesamtschweizerischen Bildungsmarkt erschliesst?

Wenn hinter der Frage die Meinung steckt, die Dienstleister würden profitieren und die Kantone zahlen, ist das ein Trugschluss. Zwei Punkte sind aus Perspektive der Kantone wichtig: Der Nutzen für die Schulpraxis und der Nutzen für die Verwaltung. Die Schulpraxis hat ein Interesse daran, für alle Kompetenzen, auf allen Stufen und in allen Sprachen einen möglichst einfachen Zugang zu möglichst vielen pädagogischen Angeboten zu erhalten. Die Verwaltung wird deutlich entlastet, wenn die Authentifizierung der einzelnen Nutzerinnen und Nutzer für alle verbundenen Dienstleistungen nicht für jeden Zugang durch den Identitätsanbieter erfolgen muss, sondern Aufgabe der Föderation ist. Die Dienstleistungsanbeiter ihrerseits zahlen selbstverständlich einen Beitrag an die Föderation und erhalten im Gegenzug die Sicherheit, eindeutig authentifizierte Benutzer auf ihre Dienste zu lassen.

Was passiert, wenn eine PH-Studentin nach ihrem Eintritt in die Schulpraxis ihre Online-Quellen aus dem Studium weiter nutzen will?

Die Durchlässigkeit zwischen der Bildungs-ID auf Ebene Volksschule und Sekundarstufe II (Projekt FIDES) und dem tertiären Bildungsraum inkl. PH (Switch) ist ein zentrales Qualitätsmerkmal des Projektes. Wir reden von einer «Cross Federation». Die wird auch umgekehrt funktionieren: Eine praktizierende Lehrperson, die nach 20 Berufsjahren eine Weiterbildung an einer Hochschule absolvieren will, erhält Zugang zum «Switch-Raum».

Eltern sind zunehmend dafür sensibilisiert, die Daten ihrer Kinder zu schützen. Was können sie von FIDES erwarten?

Im Projekt ist ein Datenschutz-Cockpit vorgesehen. Dort können die Eltern jederzeit beobachten, wann welche Daten ihres Kindes an welche Dienstleistungsanbieter übermittelt wurden. Diese Art von Transparenz über die genutzten Dienste kann ohne Föderation nicht gewährleistet werden.

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